Reise, Tiflis und Sighnaghi:
Freitag/Samstag 05./06.06.2026 Übernachtung Flughafen, Flug Zürich-Istanbul (07:40-11:45), Istanbul-Tiflis (13:15-16:40) :
Unser Georgien-Abenteuer haben wir schon am Freitagabend begonnen. Wir haben im Radisson Blu ein Zimmer genommen, damit wir am Morgen nicht ganz so früh aus den Federn mussten. Und da wir auch nicht mehr fahren mussten, beendeten wir diesen Tag mit einem Bier in der Hotelbar.
Ja, und heute sind wir dann früh aufgestanden, gönnten uns einen Kurzaufenthalt unter der Dusche und liefen dann mit Sack und Pack zum Check-In. Dies alles ging zügig vonstatten und so hatten wir genügend Zeit, uns einen Kaffe und ein Gipfeli einzuverleiben....
Pünktlich startete dann unser Flieger der Turkish Airways nach Istanbul. Von dort aus ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Tiflis ( Tbilisi). Die Hauptstadt Georgiens ist gleichzeitig die bevölkerungsreichste Stadt mit über 1 Million Einwohnern!
Mehr von der Stadt werden wir dann Morgen sehen. Jetzt sitzen wir noch gemütlich in der Hotelbar, werden den Tag, der doch sehr lange war, aber bald beenden...
Sonntag 07.06.2026 Stadtbesichtigung Tiflis :
Heute durften wir ein bisschen länger schlafen. Ausgeruht und frisch geduscht gingen wir Frühstücken. Das Wetter war traumhaft schön und wir konnten dies draussen geniessen. Dann ging's los zu einem Stadtrundgang zu Fuss.
Noch mit dem Bus fuhren wir zur Metechi Kirche. Eine georgisch-methodoxe Kirche, welche im 13. Jahrhundert von König Dimitri II erbaut wurde. Es ist hier üblich, dass Frauen einen Rock und eine Kopfbedeckung tragen müssen. Zweiters war kein Problem, einen Rock hatte ich allerdings nicht dabei. Ich war aber nicht alleine mit diesem Problem, man konnte aber problemlos ein Hüfttuch "ausleihen"! Leider war fotografieren hier nicht erlaubt...
Hier fand eine Messe statt und ein Männerchor hat gesungen: Hühnerhaut pur...
Danach fuhren wir mit der Seilbahn (zum Glück nur kurz) zur "Mutter Georgiens", eine Riesenstatue, welche die Stadt Tiflis symbolisiert. Sie hält in der rechten Hand eine Schale Wein für Freunde und in der linken Hand ein Schwert gegen Feinde..
Wieder unten angekommen spazierten wir weiter zu den Schwefelbädern und dem kleinen Wasserfall.
Durch enge Gassen liefen wir weiter zur nächsten Kirche: die Sioni Kathedrale. Diese wurde zwischen 575 und 639 n.Ch. errichtet und gilt als die heiligste Stätte der georgischen Orthodoxie. Hier kann man wunderschöne Deckenmalereien bestaunen! Den nächsten Stopp legten wir bei der Antschischati Kirche ein. Die älteste Kirche in Tiflis!
Gleich nebenan steht der schiefe Uhrturm. Dieser ist Teil des Marionettentheaters Rezo Gabiadze. Ein spanendes Gebäude!
Und nochmals ein paar Schritte weiter steht die Friedensbrücke. Diese 150m lange Brücke verbindet die Altstadt mit dem neuen Stadtteil von Tiflis...
Dann wurde uns eine Mittagspause zugestanden. Aber es war so heiss, dass wir eigentlich nur Durst hatten. Diesen löschten wir mit einem kühlen Bier! 🍺
Gestärkt ging es dann weiter zum Simon Dschanaschia Museum. Hier werden die wichtigsten archäologischen Funde des Landes ausgestellt. Sehr beeindruckend.
Danach liefen wir zurück zum Hotel, wo wir kurz unsere müden Füsse hochlegen durften. Dann mussten wir aber auch schon wieder los. Mit dem Bus fuhren wir zur Talstation der Seilbahn, welche uns auf den Mount Mtatsminda brachte. Eine Seilbahn wäre schon schlimm genug, aber bei dieser hatten die Gondeln einen Glasboden! Danke den Erbauern.. 😡
Oben angekommen entschädigte der Blick über die Stadt aber Alles! Wir durften dort ein leckeres Abendessen im Restaurant Puri Guliani geniessen. Eigentlich hätten die Vorspeisen bereits genügt, um den Bauch zu fülllen. Aber es gab noch einen feinen Hauptgang und ein mastiges Dessert. Ein georgischer Rotwein durfte auch nicht fehlen. War sehr lecker.. 🍷
Bevor wir mit der Standseilbahn wieder runterfuhren, konnten wir noch ein paar schöne Fotos von Tiflis by Night machen.
Zu Fuss liefen wir dann zurück ins Hotel, wo wir alle Ungeduldigen auf den neuesten Stand bringen!
Montag 08.06.2026 Besichtigung Sighnaghi, Weinanbaugebiet Kachetien :
Nach einem kurzen Frühstück (beide Kaffeemaschinen waren defekt...) trafen wir uns um halb neun in der Lobby. Hier wurde Pit bereits mit einer Flasche Rotwein empfangen. Überreicht von Nina, unserer Reiseleiterin...
Dann ging es auch schon los in Richtung Kachetien, einer Verwaltungsregion im Osten Georgiens und an den Südhängen des Grossen Kaukasus.
Nach ca. 2 Stunden erreichten wir Sighnaghi, auch Stadt der Liebe genannt. Dieses Städtchen aus dem 18. Jahrhundert liegt auf einem Hügel und hat eine extrem gut erhaltene Stadtmauer. Auch 23 Türme kann man noch bestaunen, wenn man denn genug Zeit dafür hätte. Wir sind ein bisschen durch diesen Ort geschlendert und besuchten anschliessend die Kerovani Winery. Dort hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Weine zu degustieren. Diese Weine werden noch nach der traditionellen Qvevri-Methode hergestellt (wie vor 8000 Jahren). Diese wurde 2013 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt! Spätestens jetzt haben alle mitbekommen, dass Pit Geburtstag hat, es gab ein leckeres Törtchen und "happy birthday" wurde angestimmt...
Danach ging die Fahrt weiter zur Lost Ridge Ranch, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Dies bestand wieder aus x-verschiedenen Vorspeisen, Hühnchen, Schwein, Käsekuchen und einem feinen Apfelkuchen. Die Ranch hat Pferde, man kann dort auch übernachten oder Clamping betreiben (eine glamouröse Art des Campings)!
Frisch gestärkt stiegen wir wieder in unseren Bus und fuhren zum Tsinandali Gutshof. Dieses Gebäude wurde 1835 errichtet und von Fürst Alexander Tschawtschawadse als Sommerresidenz genutzt. Zum Herrenhaus gehört auch ein wunderschöner Garten!
Den nächsten Halt machten wir bei der Alaverdi Kathedrale. Dieses Kloster wurde ursprünglich im 4. Jahrhundert begründet. Im 11. Jahrhundert wurde dann eine grössere Kirche errichtet. Das Bauwerk ist mit 53m die drittgrösste Kirche Georgiens.
Leider war alles eingerüstet, weil ein grosser Teil im letzten Jahr von einem Unwetter zerstört wurde!
Leider war der Kaukasus noch immer in Wolken gehüllt und wir konnten diese Berge nicht in ihrer vollen Pracht sehen.
Das war es dann für heute. Über den Gombori Pass (1620m) führte uns der Weg wieder nach Tiflis. Wir werden diese Nacht nochmals in dieser Stadt verbringen. Dann packen wir unsere Koffer und ziehen weiter!