Vardzia, Achalziche, Mestia:
Dienstag 09.2026 Höhlenstadt Vardzia :
Heute verliessen wir Tiflis in Richtung Südgeorgien! Als Erstes fuhren wir über das Javakheti Plateau zum Parawanisee. Dieser See liegt auf 2073 m.ü.M. Mit einer Grösse von 38 km2 ist er der grösste See Georgiens. Es war so richtig Aprilwetter. Kurz vor dem See war der Nebel stockdick und wir haben nicht damit gerechnet, den See überhaupt zu sehen... Aber Nina hatte gutes Wetter bestellt: und so kam es auch. Genau als wir beim See waren, fand die Sonne eine Lücke in der Wolkendecke und wir genossen einen herrlichen Blick auf diesen See, welcher von mehreren 3000m hohen Bergen umgeben ist, wenn man diese dann sehen würde..
Dann ging die Fahrt weiter zum Sankt Nino Convent. Dieses Kloster wird von 5 Nonnen geführt. Es ist mega klein, aber in ihrem Shop kann man alles kaufen, was das Herz begehrt: Seifen, Honig, Marmelade, Kekse, Cremes, etc. und alles handgemacht....
Entlang des Paravanirivers fuhren wir zur Khertvisi Burg. Der wunderschönen Kura (Mtkwari) folgend erreichten wir schliesslich die Höhlenstadt Vardzia. Bei wunderschönem Wetter fotografierten wir diese von der gegenüber liegenden Seite. Die Mittagspause verbrachten wir unterhalb der Höhlenstadt. Und dann änderte sich das Wetter von einer zur anderen Minute! Nach ein paar Donnern kam der grosse Hagel. In den 10 Minuten konnte man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen, so laut prasselte der Hagel auf das Blechdach! Aber genau so schnell,wie der Hagel gekommen war, verschwand er auch wieder. Innert weniger Minuten waren die Strassen wieder trocken und wir konnten den Aufstieg zur Höhlenstadt wagen. 3 Personen liefen ganz hoch, der Rest liess sich mit einem Shuttle in die Nähe des Einganges chauffieren..
Diese Stadt wurde im 10. Jahrhundert in die rund 500 Meter hohe Felswand gebaut. Somit zählt sie zu einer der ältesten befestigten Städte Georgiens! Ursprünglich waren über 3000 Wohnungen errichtet worden, die für etwa 50'000 Menschen Platz boten. Es gibt hier noch eine Kirche mit gut erhaltenen Fresken. Ich kämpfte mich bis zum Glockenturm, den Rest überliess ich Pit, und das war gut so...
Als es wieder zu regnen begann, machten wir uns auf den Rückweg.
Unten angekommen stiegen wir wieder in den Bus und fuhren durch die wunderschöne Landschaft weiter nach Achalziche, wo wir diese Nacht verbringen werden!
Im Hotel genossen wir ein Abendessen (Buffet) und lassen nun den Abend im Zimmer ausklingen...
Bis morgen 😊
Mitwoch 10.06.2026 Festungsstadt Achalziche, Kutaisi :
Nach einer erholsamen Nacht starteten wir den Tag mit der Schlacht am Morgenbuffet!
Asiaten sind ja schon schlimm genug, aber Spanier sind echt noch schlimmer. Sie haben dicke Scheiben eines Baguettes abgeschnitten und diese Scheiben in den Toaster gezwängt. Logisch, dass der Toaster diese nicht mehr ausspucken konnte. Aber egal, gestärkt begannen wir unseren Tag mit der Besichtigung der Festungsstadt Rabath. In dieser Festungsstadt gibt es eine Festung (wie der Name schon sagt...), einen Palast, mehrere Kirchen, eine Synagoge sowie zahlreiche zerstörte Moscheen! Erbaut wurde sie im 9. Jahrhundert, jedoch fast vollständig renoviert bis 2012.
Eine wunderschöne Anlage!
Danach fuhren wir weiter in Richtung Borjomi. Bevor wir dort ankamen mussten wir aber unbedingt einen Halt einlegen, um die wunderschönen Wiesen zu fotografieren. Die violette Farbe des Rittersporn, der rote Mohn und die gelben Blumen waren einfach nur faszinierend! Ausserdem gab es Wiesen, die komplett weiss erschienen: tausende Margeriten, die bei uns leider nicht mehr so zahlreich zu sehen sind.
Dann erreichten wir Borjomi, eine Stadt welche bekannt ist für ihr Mineralwasser. Diesem werden heilende Kräfte nachgesagt. Wir spazierten ein bisschen den Marktständen entlang und genossen ein kühles Bier!
Weiter ging die Fahrt nach Kutaisi, wo wir auch die Nacht verbringen werden. Bevor wir aber ins Hotel fuhren, besuchten wir die Bagrati-Kathedrale. Ein wunderschöner Bau aus dem 11. Jahrhundert. Diese Kathedrale wurde 2001 in die Liste des UNESCO Weilkultuerbes augenommen. 2012 wurde sie rekonstruiert und ein neuer Lift wurde eingebaut. Daraufhin wurde sie 2017 wieder von dieser Liste gestrichen!
Trotzdem ein spektakulärer Bau!
Dann ging's ins Hotel, wo wir ein bisschen Zeit für uns hatten und danach war es bereits Zeit für das Abendessen. Dieses nahmen wir heute im Restaurant Palaty ein. Eines der schönsten und besten Restaurants der Stadt. Und wieder gab es verschiedene Vorspeisen (Cesar Salad, Ratatouille, Bohnenbrot mit Schinken, etc.). Gefolgt von Rindfleischbällchen mit Kartoffelstock sowie Streifen von Schweinefleisch mit einer Pilzsauce. Den Abschluss machte ein leckerer Apfelkuchen!
Danach wurden wir wieder ins Hotel chauffiert, wo wir nun den Abend ausklingen lassen!
Donnerstag 11.06.2026 Mestia :
Nach einem Frühstück zusammen mit einer Schar Asiaten fuhren wir als Erstes zum Bauernmarkt. Hier kann man kaufen, was das Herz begehrt. Diverse Früchte, Nüsse, Gewürze, Käse, Fleisch und vieles mehr...
Danach ging die Fahrt weiter nach Zugidi (Swanetien, im Westen Georgiens) in den Dadiani Palast. Dies war früher der Sitz des georgischen Hauses Dadiani und gilt als eine der bedeutensten Fürstenresidenzen. Heute ist dies ein schönes Museum, in welchem verschiedene Exponate ausgestellt sind (Möbel, Schmuck, Waffen, etc.).
Weiter ging die Fahrt in Richtung Enguri Staudamm (wir werden diesen auf dem Rückweg genauer besichtigen).
Durch das wunderschöne Enguri Tal (Mulkhra Tal). Eine wunderschöne Gegend und nach jeder Kurve zeigte sich das monumentale Kaukasusmassiv ein bisschen mehr..
Das "Ahh" und "Ohh" und "Wow" wurde nach jeder Kurve lauter, was Nina sehr gefallen hat! Nein, ernsthaft: dieser Blick war sensationell!!
Dann irgendwann erreichten wir Mestia. Diese kleine Stadt liegt auf ca. 1500 müM.
Bekannt ist die Stadt wegen ihrer Wehrtürme. Diese mittelalterlichen Wehrtürme, von denen einige bis ins 9. -12. Jahrhundert zurückreichen, wurden gebaut, um Familien vor Eindringlingen, Lawinen und innerer Konflikten zu schützen. Dort bezogen wir unser Zimmer, genossen ein Abendessen im Hotel und spazierten anschliessend noch durch das Örtchen, um diese beleuchteten Türme bei Nacht zu sehen.
Wieder zurück im Hotel aktualisieren wir nun diese Seite, was bei diesem WLAN-Empfang nicht ganz einfach ist. Aber schlussendlich hat's geklappt...
Freitag 12.06.2026 Ushguli :
Schon beim Wachwerden hörten wir den Regen. Wider den Wettervohersagen, welche am Morgen noch Sonne voraussagten, war es nass. Aber es nützte ja eh nichts.
So fuhren wir nach einem gemütlichen Frühstück los.
Über einen kleinen Pass und wieder hoch erreichten wir nach ca. eineinhalb Stunden Ushguli. Dies ist eine weltberühmte Dorfgemeinschaft in der nordgeorgischen Bergregion Swanetien. Sie liegt am Fusse des mächtigen Schchara-Gipfels und gilt mit rund 2200 Metern Höhe als eine der am höchsten gelegenen, dauerhaft bewohnten Siedlungen Europas. Ebenfalls bekannt für die jahrhundertealten Wehrtürme, die unberührte Natur und die Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Noch immer bei starkem Regen besuchten wir zuerst die Lamaria-Kirche. Eine historische Kapelle aus dem 10. Jahrhundert. Sie thront auf einem Hügel über dem Dorf und bietet einen fantastischen Blick auf den Schchara-Gletscher.
Anschliessend warteten wir in einem Kaffee auf besseres Wetter, welches dann auch tatsächlich kam! Wir spazierten gemütlich durch das Dorf, betaunten die alten Häuser und die spektakuläre Aussicht. Wunderschön...
Dann ging es denselben Weg wieder zurück nach Mestia. Auch unterwegs gab es weitere Türme und schöne Schneeberge. Jetzt haben wir Zeit, euch wieder auf den neusten Stand zu bringen.
Das Nachtessen durften wir im Hotel geniessen. War sehr lecker. Jetzt genehmigen wir uns noch ein letztes Bier in Mestia. Morgen geht es dann bereits wieder weiter!